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Studiengebühren in Hamburg

HamburgWie auch in einigen anderen Bundesländern, müssen an den staatlichen Hochschulen in Hamburg Studierende pro Semester Studiengebühren zahlen. Neben dem kleinen Überblick hier, findet man ausführlichere Informationen rund um die Hochschulen, zur Studienfinanzierung sowie viele weitere Tipps auf www.estudent-hamburg.de

Wie hoch sind die Studiengebühren?

Seit dem Wintersemester 2008/2009 müssen Gebühren in Höhe von 375 für jedes Semester gezahlt werden. Dies betrifft alle Hochschulen in Hamburg, die staatlich sind. Also muss jeder, der ein Studium in Hamburg, plant an der Hochschule für Musik und Theater, der Hochschule für bildende Künste, der TU Hamburg-Harburg, der HafenCity Uni, der Hochschule für angewandte Wissenschaften sowie an der Universität Hamburg zusätzliche Kosten pro Semester einplanen.

Wer genau ist betroffen?

Betroffen sind alle Studenten an diesen Hochschulen in Hamburg. Lediglich für Studierende, die nicht in Hamburg gemeldet sind, sowie für Langzeitstudierende entfallen die o.g. Studiengebühren an den oben aufgeführten Hamburger Hochschulen. Des Weiteren gibt es noch andere Ausnahmeregelungen, welche mitunter sehr spezifisch sind und daher am besten aus den Gesetzestexten herauszufiltern sind.

Wie werden die Gebühren gezahlt?

Studenten müssen in Hamburg zwei Zahlungen pro Semester vornehmen. Zum einen muss die Gebühr für die Einschreibung bzw. die Rückmeldung sowie für die entstandenen Verwaltungskosten geleistet werden und im Anschluss werden die Bescheide zu den Studiengebühren zugestellt. Die Hochschulen bzw. die Stadt Hamburg kommt dabei den Studenten ein wenig entgegen, da die Bescheide erst etwas später im Laufe des Semesters an alle versendet werden. Hierdurch sollen an Studenten die Möglichkeiten bekommen, die Finanzierung auf sichere Beine zu stellen.

Semestergebühren im Fernstudium

FernstudiumAls Alternative zum herkömmlichen Studienplatz entscheiden sich zunehmend mehr Menschen für das Fernstudium, z.B. einem Rhetorik Fernstudium. Die Vorteile hierbei liegen klar auf der Hand: Das Fernstudium kann bequem von zu Hause aus durchgeführt werden. Auch kann es neben der Ausübung des eigentlichen Berufs absolviert werden und nach dessen Abschluss kann so mancher sicher von dem Studiengang beruflich profitieren. Doch auch die Kosten beim Fernstudium sollten nicht außer Acht gelassen werden.

Je nach Anzahl belegter Kurse entstehen Kosten, die schnell einige Tausend Euro verschlingen. Das Fernstudium wird dabei in aller Regel vom Studenten selbst finanziert. Für diese Gebühren erhalten Studenten die notwendigen Lehrmaterialien und häufig auch einen Zugang zu einem Web-Campus. Dort können sie sich mit Dozenten und anderen Studenten austauschen. Ebenfalls werden Fragen zu einzelnen Punkten eines Kurses beantwortet. Darüber hinaus erhalten die Studenten im Fernstudium diverse Aufgaben, die es einzusenden gilt, um das Studium erfolgreich absolvieren zu können. Die eingesendeten Lösungen werden von fachlich versierten Dozenten überprüft und entsprechend ausgewertet.

Semestergebühren stellen im Fernstudium die jeweils zu entrichtenden Kosten für die belegten Kurse dar. Im Gegensatz dazu stehen die Studiengebühren, die heute in aller Munde sind. Sie entstehen jedoch in der Regel nur bei einem regulären Studienplatz. Die Höhe der Semestergebühren im Fernstudium ist immer abhängig von dem gewählten Studiengang und der Stelle, bei der das Fernstudium absolviert wird, sie können also teils sehr stark variieren. Viel anders verhält es sich auch mit den üblichen Studiengebühren nicht, da diese von den Ländern individuell festgelegt werden können. Allerdings sind die Studiengebühren immer zweckgebunden und sollen der Ausbildung zugute kommen. Die Semestergebühren im Fernstudium hingegen werden für die Zusendung benötigter Unterlagen und die Betreuung der Studenten verwendet. Sie erhalten jedoch beispielsweise keine Vergünstigungen durch einen Studentenausweis, wie es beim herkömmlichen Studienplatz der Fall ist.

Die Unterschiede zwischen dem herkömmlichen Studium und dem Fernstudium sind also nicht außer Acht zu lassen, sie sind teilweise gravierend und darüber sollte sich jeder potenzielle Student auch im Klaren sein.

Semestergebühren schrecken ab!

Das ist das Ergebnis einer Studie die bisher noch nicht veröffentlicht wurde. Die Studie wurde im Auftrag von Bildungsministerin Annette Schavan angefertigt. Demnach sollen der dpa nach von dem Abiturjahrgang 2006 bis zu 18.000 junger Menschen wegen der Semestergebühren kein Studium aufgenommen haben.

Studiengebühren in Hessen sind verfassungswidrig

Die Studiengebühren in Hessen widersprechen der Landesverfassung. Dies hatte gestern das Gießener Verwaltungsgericht per Eilbeschluss entschieden.  Nach der hessischen  Landesverfassung dürfe “Schulgeld” nur von wirtschaftlich leistungsfähigen Studenten erhoben werden. Das derzeitige Studienbeitragsgesetz sieht diese Unterscheidung aber nicht vor.

HfbK Hamburg: Studiengebühren-Drama

269 Studenten der Hamburger Kunsthochschule HfbK boykotierten die Zahlung von Studiengebühren, nun fliegen sie raus. Hochschulpräsident Martin Köttering verschickte in den letzten Tagen an die die boykotierenden Studenten Exmatrikulationen.

An der HfbK studieren insgesammt 736 Studenten. Von ihnen zahlen 165 Lehramtsstudenten Studiengebühren an die Hamburger. 129 Studenten sind von Studiengebühren befreit. Bleiben 442 Studenten die Studiengebühren zahlen müßten. Das haben aber nur 173 getan. 269 Studenten, oder 61 Prozent haben die Studiengebühren boykotiert. Dazu kommt, das die Zahl der Bewerbungen auf einen Studienplatz um 50 Prozent für das Wintersemester 2007 zurückgegangen sind. Schlechte Aussichten für die HfbK, denn wie es aussieht hat die Kunsthochschule bald keine Studenten mehr. Und auch für Hamburg bedeutet dies nicht gutes. Durch die Abwanderung von Kunststudenten in studiengebührenfreie Städte wie Berlin oder Düsseldorf droht Hamburg die kulturelle Verarmung.

Auch die Professoren der Kunsthochschule haben sich für ihre Studenten eingesetzt, wie es aussieht ohne Erfolg. Den Studenten wurde aber noch eine Gnadenfrist bis zum 30.September eingeräumt. Wer bis dahin seinen Studiengebührenboykott aufgibt und zahlt kann bleiben. Die AG Studiengebührenboykott hat angekündigt ihren Widerstand weiterzuführen.

weitere Informationen:

Klage gegen Studiengebühren

In Bayern ist jetzt eine Klage gegen Studiengebühren und das Studiengebührengesetz beim Verfassungsgericht eingereicht worden. Zu der Klage gegen Studiengebühren haben sich Studenten, Parteigruppen, Einzelpersonen und Gewerkschaften zu einem Bündnis zusammengeschlossen. Auch der ABS ruft zur Unterstützung der Klage gegen Studiengebühren auf. 

via: gegen-hartz.de

Was passiert mit deinen Studiengebühren

Dieser Frage geht eine neue Umfrage zu Studiengebühren nach. Dabei wurden 1000 Studierende in Bayern, Baden Würtemberg und Nordrhein-Westfalen befragt. Und was kam raus bei dieser Umfrage. Wenig erstaunlich finde ich, dass sich 83 Prozent der Befragten bezweifeln das die Studiengebühren einer Verbesserung der Lehre dienen. Es gab dazu je schon einiges zu berichten wie Hochschulen die Studiengebühren einsetzen.

Weiterhin finden 84 Prozent der befragten Studenten sich unzureichend von ihrer Hochschule über den Einsatz der Studiengebühren informiert. Daraus resultiert, dass sich 90 Prozent für eine größere Mitsprache über die Verwendung  der Studiengebühren einsetzen. Auch finde ich interessant das immerhin noch 67 Prozent der Studenten die Studiengebühren generell ablehnen. Doch 62 Prozent glauben auch, dass durch Studiengebühren die Lehre an den Hochschulen verbessert werden kann.
Unter www.unicheck.de kann man über den Einsatz der Studiengebühren an seiner Hochschule abstimmen. In der Selbstdarstellung heißt es:

Unicheck.de ist das erste Online-Portal, auf dem Studierende darüber abstimmen können, wo Ihre Studiengebühren investiert werden sollen. Auf Unicheck kann jeder Student das Service- und Lehrangebot seiner Hochschule bewerten und im Detail kommentieren.

Auf unicheck finden sich auch die Ergebnisse der Umfrage.

Studiengebühren-Boykott in Baden-Württemberg gescheitert

Nachdem die Studierenden in Baden-Württemberg ein Boykott gegen die Studiengebühren gestartet hatten steht nun fest, der Boykott ist gescheitert. Die Studierenden sollten ihre Studiengebühren auf ein Treuhandkonto einzahlen. Wenn eine genügend große Anzahl von Studierenden mitgemacht hätte (25 Prozent aller eingeschriebener Studenten), wären die eingezahlten Studiengebühren nicht an die Unis überwiesen worden. Dazu kam es nun nicht, da zu wenige Studenten sich an dem Studiengebühren-Boykott beteiligten.

Schade…

Wo bleiben die Studenten in Baden-Württemberg?

Nachdem in Baden-Würtemberg Studiengebühren eingeführt wurden bleiben nun die Studenten weg. Dies ergab eine Anhörung von Studentenvertreter sowie Experten aus ganz Baden-Württemberg. Die Anhörung ergab einige Erkenntnisse wie z.B. das weniger Einnahmen durch die Studiengebühren zustande kamen als angenommen. Nur 65 Prozent der Studierenden bezahlen die Studiengebühr von 500 Euro pro Semester. Der Rest der Studierenden ist von Studiengebühren befreit oder beurlaubt.

Doch viel Studenten weichen bei 500 Euro Studiengebühren nicht auf andere Bundesländer aus sondern auf die Schweiz und Österreich. Die Uni Tübingen verlor schätzungsweise im Sommersemester schon 3000 Studenten durch die Studiengebühren.

Eine weiter Erkenntnis ist, dass die Studiengebühren nur zu rund 55 bis 65 Prozent für die Lehre und Forschung verwendet werden.

via: pz-news

So werden Studiengebühren zweckentfremdet

Was kann man mit Studiengebühren nicht alles machen? Eigentlich sollen Studiengebühren ja für die Lehre benutzt werden, doch es gibt auch andere Möglichkeiten Studiengebühren zu verprassen.  Man kann Haushaltslöcher damit stopfen wie es laut Tagesspiegel in der FH Hildesheim/Göttingen geschehen ist. Dort wurden die Studiengebühren dazu genutzt ein 300.000 Euro großes Haushaltsloch zu stopfen. Die Universität Düsseldorf soll Studiengebühren für Marketingkonzepte zweckentfremdet haben.
Doch mit Studiengebühren kann man noch ganz andere Dinge machen wie man im Spiegel nachlesen kann.

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