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Semestergebühren schrecken ab!

Das ist das Ergebnis einer Studie die bisher noch nicht veröffentlicht wurde. Die Studie wurde im Auftrag von Bildungsministerin Annette Schavan angefertigt. Demnach sollen der dpa nach von dem Abiturjahrgang 2006 bis zu 18.000 junger Menschen wegen der Semestergebühren kein Studium aufgenommen haben.

Studiengebühren in Hessen sind verfassungswidrig

Die Studiengebühren in Hessen widersprechen der Landesverfassung. Dies hatte gestern das Gießener Verwaltungsgericht per Eilbeschluss entschieden.  Nach der hessischen  Landesverfassung dürfe “Schulgeld” nur von wirtschaftlich leistungsfähigen Studenten erhoben werden. Das derzeitige Studienbeitragsgesetz sieht diese Unterscheidung aber nicht vor.

HfbK Hamburg: Studiengebühren-Drama

269 Studenten der Hamburger Kunsthochschule HfbK boykotierten die Zahlung von Studiengebühren, nun fliegen sie raus. Hochschulpräsident Martin Köttering verschickte in den letzten Tagen an die die boykotierenden Studenten Exmatrikulationen.

An der HfbK studieren insgesammt 736 Studenten. Von ihnen zahlen 165 Lehramtsstudenten Studiengebühren an die Hamburger. 129 Studenten sind von Studiengebühren befreit. Bleiben 442 Studenten die Studiengebühren zahlen müßten. Das haben aber nur 173 getan. 269 Studenten, oder 61 Prozent haben die Studiengebühren boykotiert. Dazu kommt, das die Zahl der Bewerbungen auf einen Studienplatz um 50 Prozent für das Wintersemester 2007 zurückgegangen sind. Schlechte Aussichten für die HfbK, denn wie es aussieht hat die Kunsthochschule bald keine Studenten mehr. Und auch für Hamburg bedeutet dies nicht gutes. Durch die Abwanderung von Kunststudenten in studiengebührenfreie Städte wie Berlin oder Düsseldorf droht Hamburg die kulturelle Verarmung.

Auch die Professoren der Kunsthochschule haben sich für ihre Studenten eingesetzt, wie es aussieht ohne Erfolg. Den Studenten wurde aber noch eine Gnadenfrist bis zum 30.September eingeräumt. Wer bis dahin seinen Studiengebührenboykott aufgibt und zahlt kann bleiben. Die AG Studiengebührenboykott hat angekündigt ihren Widerstand weiterzuführen.

weitere Informationen:

Klage gegen Studiengebühren

In Bayern ist jetzt eine Klage gegen Studiengebühren und das Studiengebührengesetz beim Verfassungsgericht eingereicht worden. Zu der Klage gegen Studiengebühren haben sich Studenten, Parteigruppen, Einzelpersonen und Gewerkschaften zu einem Bündnis zusammengeschlossen. Auch der ABS ruft zur Unterstützung der Klage gegen Studiengebühren auf. 

via: gegen-hartz.de

Was passiert mit deinen Studiengebühren

Dieser Frage geht eine neue Umfrage zu Studiengebühren nach. Dabei wurden 1000 Studierende in Bayern, Baden Würtemberg und Nordrhein-Westfalen befragt. Und was kam raus bei dieser Umfrage. Wenig erstaunlich finde ich, dass sich 83 Prozent der Befragten bezweifeln das die Studiengebühren einer Verbesserung der Lehre dienen. Es gab dazu je schon einiges zu berichten wie Hochschulen die Studiengebühren einsetzen.

Weiterhin finden 84 Prozent der befragten Studenten sich unzureichend von ihrer Hochschule über den Einsatz der Studiengebühren informiert. Daraus resultiert, dass sich 90 Prozent für eine größere Mitsprache über die Verwendung  der Studiengebühren einsetzen. Auch finde ich interessant das immerhin noch 67 Prozent der Studenten die Studiengebühren generell ablehnen. Doch 62 Prozent glauben auch, dass durch Studiengebühren die Lehre an den Hochschulen verbessert werden kann.
Unter www.unicheck.de kann man über den Einsatz der Studiengebühren an seiner Hochschule abstimmen. In der Selbstdarstellung heißt es:

Unicheck.de ist das erste Online-Portal, auf dem Studierende darüber abstimmen können, wo Ihre Studiengebühren investiert werden sollen. Auf Unicheck kann jeder Student das Service- und Lehrangebot seiner Hochschule bewerten und im Detail kommentieren.

Auf unicheck finden sich auch die Ergebnisse der Umfrage.

Studiengebühren-Boykott in Baden-Württemberg gescheitert

Nachdem die Studierenden in Baden-Württemberg ein Boykott gegen die Studiengebühren gestartet hatten steht nun fest, der Boykott ist gescheitert. Die Studierenden sollten ihre Studiengebühren auf ein Treuhandkonto einzahlen. Wenn eine genügend große Anzahl von Studierenden mitgemacht hätte (25 Prozent aller eingeschriebener Studenten), wären die eingezahlten Studiengebühren nicht an die Unis überwiesen worden. Dazu kam es nun nicht, da zu wenige Studenten sich an dem Studiengebühren-Boykott beteiligten.

Schade…

Wo bleiben die Studenten in Baden-Württemberg?

Nachdem in Baden-Würtemberg Studiengebühren eingeführt wurden bleiben nun die Studenten weg. Dies ergab eine Anhörung von Studentenvertreter sowie Experten aus ganz Baden-Württemberg. Die Anhörung ergab einige Erkenntnisse wie z.B. das weniger Einnahmen durch die Studiengebühren zustande kamen als angenommen. Nur 65 Prozent der Studierenden bezahlen die Studiengebühr von 500 Euro pro Semester. Der Rest der Studierenden ist von Studiengebühren befreit oder beurlaubt.

Doch viel Studenten weichen bei 500 Euro Studiengebühren nicht auf andere Bundesländer aus sondern auf die Schweiz und Österreich. Die Uni Tübingen verlor schätzungsweise im Sommersemester schon 3000 Studenten durch die Studiengebühren.

Eine weiter Erkenntnis ist, dass die Studiengebühren nur zu rund 55 bis 65 Prozent für die Lehre und Forschung verwendet werden.

via: pz-news

So werden Studiengebühren zweckentfremdet

Was kann man mit Studiengebühren nicht alles machen? Eigentlich sollen Studiengebühren ja für die Lehre benutzt werden, doch es gibt auch andere Möglichkeiten Studiengebühren zu verprassen.  Man kann Haushaltslöcher damit stopfen wie es laut Tagesspiegel in der FH Hildesheim/Göttingen geschehen ist. Dort wurden die Studiengebühren dazu genutzt ein 300.000 Euro großes Haushaltsloch zu stopfen. Die Universität Düsseldorf soll Studiengebühren für Marketingkonzepte zweckentfremdet haben.
Doch mit Studiengebühren kann man noch ganz andere Dinge machen wie man im Spiegel nachlesen kann.

Hessen gegen Studiengebühren

An alle wahlberechtigten Hessen – wehrt Euch gegen Studiengebühren!

Es ist möglich gegen das Gesetz zur Einführung von Studiengebühren eine Verfassungsklage einzureichen. Wenn genug Verfassungsklagen zusammenkommen würde das Gesetz überprüft und wahrscheinlich gestoppt. Möglich macht dies eine Besonderheit in Hessens Verfassung. Artikel 59 verbietet Studiengebühren an „allen öffentlichen Grund-, Mittel-, höheren und Hochschulen“. Davon sind nur diejenigen ausgenommen die es sich leisten können und das sind betsimmt nicht viele Studenten. In Hessen sollen ab dem kommenden Wintersemester mindestens 500 Euro Studiengebühren gezahlt werden.

Alle weitere Informationen zur Verfassungsklage gegen Studiengebühren gibt es auf der Webseite fuer-solidaritaet-und-freie-bildung.de.

Alle Hessen sollten die Möglichkeit nutzen die ihnen ihre tolle Verfassung gewährt und sich gegen Studiengebühren wehren!

Attac ist dem Aktionsbündnis gegen Studiengebühren beigetreten

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Attac das globalisierungskritische Netzwerk möchte sich verstärkt bildungspolitischen Fragen zuwenden. Deshalb ist Attac dem Aktionsbündnis gegen Studiengebühren beigetreten. Attac setzt sich für ein gebührenfreies Bildungssystem ein.

Laut Susanne Schäfer vom Attc-Rat ist das letzte Wort zur Einführung von Studiengebühren noch nicht gesprochen. Des Weiteren richtet sich Attacs Ablehnung auch gegen die Studienkonten die von einigen roten-rünen Regierungen angestrebt werden.

An der Front gegen Studiengebühren tut sich wieder etwas. Mal sehen wie sich Attac in das Aktionsbündins gegen Studiengebühren einbringt.

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