Archiv   Juli, 2007

HfbK Hamburg: Studiengebühren-Drama

269 Studenten der Hamburger Kunsthochschule HfbK boykotierten die Zahlung von Studiengebühren, nun fliegen sie raus. Hochschulpräsident Martin Köttering verschickte in den letzten Tagen an die die boykotierenden Studenten Exmatrikulationen.

An der HfbK studieren insgesammt 736 Studenten. Von ihnen zahlen 165 Lehramtsstudenten Studiengebühren an die Hamburger. 129 Studenten sind von Studiengebühren befreit. Bleiben 442 Studenten die Studiengebühren zahlen müßten. Das haben aber nur 173 getan. 269 Studenten, oder 61 Prozent haben die Studiengebühren boykotiert. Dazu kommt, das die Zahl der Bewerbungen auf einen Studienplatz um 50 Prozent für das Wintersemester 2007 zurückgegangen sind. Schlechte Aussichten für die HfbK, denn wie es aussieht hat die Kunsthochschule bald keine Studenten mehr. Und auch für Hamburg bedeutet dies nicht gutes. Durch die Abwanderung von Kunststudenten in studiengebührenfreie Städte wie Berlin oder Düsseldorf droht Hamburg die kulturelle Verarmung.

Auch die Professoren der Kunsthochschule haben sich für ihre Studenten eingesetzt, wie es aussieht ohne Erfolg. Den Studenten wurde aber noch eine Gnadenfrist bis zum 30.September eingeräumt. Wer bis dahin seinen Studiengebührenboykott aufgibt und zahlt kann bleiben. Die AG Studiengebührenboykott hat angekündigt ihren Widerstand weiterzuführen.

weitere Informationen:

Hochschulrahmengesetz wird abgeschafft

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hat der Bundesrat beschlossen das Hochschulrahmengesetz abzuschaffen. Damit geht die Hoheit zur Hochschulpolitik komplett auf die Länder über. Der Bundestag muß dem aber noch zustimmen.

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